
Der vollständige Leitfaden zur Progressiven Überlastung
Progressive Überlastung ist das mit Abstand wichtigste Prinzip im Krafttraining. Wer es nicht anwendet, wird nicht stärker. So einfach ist das.
Was ist Progressive Überlastung?
Progressive Überlastung bedeutet, die Anforderungen an deine Muskeln im Laufe der Zeit schrittweise zu erhöhen. Dein Körper passt sich an Belastung an – was dich heute herausfordert, wird dich in ein paar Wochen nicht mehr fordern. Um weiter zu wachsen, musst du weiter pushen.
Das Konzept ist einfach: Tu ein bisschen mehr als beim letzten Mal. Die Umsetzung erfordert jedoch Strategie, Konsequenz und sorgfältiges Tracking.
Warum Progressive Überlastung funktioniert
Deine Muskeln wachsen als Reaktion auf Belastung. Wenn du Gewichte hebst, entstehen mikroskopisch kleine Risse in den Muskelfasern. Dein Körper repariert diese Risse und baut den Muskel etwas stärker auf, um zukünftiger Belastung standzuhalten.
Ohne Progressive Überlastung hat dein Körper keinen Grund sich anzupassen. Du wirst dein aktuelles Kraftniveau halten, aber dich nicht verbessern. Das ist der Grund, warum Menschen, die jahrelang dasselbe Training ohne Progression durchführen, aufhören, Ergebnisse zu sehen.
5 Methoden der Progressiven Überlastung
1. Gewicht erhöhen
Die offensichtlichste Methode: schwere Gewichte heben. Wenn du letzte Woche 85 kg beim Bankdrücken für 8 Wdh. geschafft hast, versuche diese Woche 87,5 kg.
Umsetzung: Erhöhe das Gewicht um 1–2,5 kg bei Oberkörperübungen und um 2,5–5 kg bei Unterkörperübungen, wenn du alle vorgeschriebenen Sätze und Wdh. mit sauberer Technik absolvieren kannst.
2. Wiederholungen erhöhen
Behalte das gleiche Gewicht, führe aber mehr Wiederholungen durch. Wenn du 3 Sätze mit 8 Wdh. bei 85 kg gemacht hast, versuche beim nächsten Mal 3 Sätze mit 9 Wdh.
Umsetzung: Steigere dich innerhalb eines Wiederholungsbereichs (z. B. 6–10 Wdh.). Sobald du das obere Ende des Bereichs in allen Sätzen erreichst, erhöhe das Gewicht und fange am unteren Ende des Bereichs wieder an.
3. Sätze erhöhen
Füge einen weiteren Satz zu deiner Übung hinzu. Der Wechsel von 3 auf 4 Sätze bei gleichem Gewicht und gleichen Wdh. erhöht das Gesamtvolumen.
Umsetzung: Nutze diese Methode sparsam und nur wenn die Regeneration es zulässt. Die meisten Programme funktionieren am besten mit 3–5 Sätzen pro Übung.
4. Trainingsfrequenz erhöhen
Trainiere eine Muskelgruppe häufiger. Wenn du die Brust einmal pro Woche trainierst, versuche es zweimal pro Woche mit entsprechender Volumenverteilung.
Umsetzung: Sorge für ausreichende Regeneration zwischen den Einheiten. Das Verteilen des wöchentlichen Volumens auf mehrere Einheiten funktioniert oft besser als alles in ein brutales Training zu packen.
5. Ausführungsqualität verbessern
Führe dieselbe Übung mit besserer Technik, größerem Bewegungsumfang oder längerer Zeit unter Spannung durch.
Umsetzung: Konzentriere dich auf kontrollierte exzentrische Phasen (Absenkphase), Pausen am unteren Umkehrpunkt der Bewegung oder die Eliminierung von Schwung. Eine langsamere, kontrolliertere Wiederholung ist anspruchsvoller als eine schwunghafte Wdh.
Fortschritt mit RepCount tracken
Progressive Überlastung erfordert Tracking. Du kannst nicht vorankommen, wenn du nicht weißt, was du beim letzten Mal getan hast.
RepCount macht das mühelos:
- Automatisches Fortschritts-Tracking: Sieh genau, was du in der letzten Einheit gehoben hast
- Volumenberechnungen: Verfolge das Gesamtvolumen (Sätze × Wdh. × Gewicht) über die Zeit
- PR-Benachrichtigungen: Werde informiert, wenn du Persönliche Rekorde erzielst
- Historische Analyse: Erkenne Trends und identifiziere Plateaus
- Trainingshistorie: Frag dich nie wieder „Was habe ich letzte Woche gemacht?"
Mit RepCount weißt du genau, wann es Zeit ist, Gewicht, Wdh. oder Sätze zu erhöhen. Kein Raten mehr, kein verlorener Fortschritt.
Häufige Fehler bei der Progressiven Überlastung
Zu schnell steigern
Bei jedem einzelnen Training das Gewicht zu erhöhen ist etwas für Anfänger. Mit zunehmendem Fortschritt verlangsamt sich der Fortschritt. Erzwungene wöchentliche Steigerungen führen zu Technikversagen und Verletzungen.
Lösung: Sei geduldig. Monatlicher Fortschritt ist für Fortgeschrittene akzeptabel. Sehr erfahrene Sportler machen vielleicht alle paar Monate einen Schritt vorwärts.
Regeneration vergessen
Du wächst während der Erholung, nicht im Fitnessstudio. Progressive Überlastung erfordert ausreichend Schlaf, Ernährung und Ruhetage.
Lösung: Achte darauf, genug Protein zu essen (1,6–2,2 g pro kg Körpergewicht), 7–9 Stunden zu schlafen und alle 4–8 Wochen Deload-Wochen einzuplanen.
Gewicht über Technik stellen
Was bringt es, schwerer zu heben, wenn du dein Bankdrücken in einen halben Wdh.-Ego-Lift verwandelst?
Lösung: Erhöhe das Gewicht nur, wenn du über den gesamten Satz eine saubere Technik beibehalten kannst. Die Qualität der Wiederholung ist wichtiger als die Zahl auf der Langhantel.
Fehlende Konsequenz
Progressive Überlastung braucht Zeit. Verpasste Trainingseinheiten vernichten den Schwung.
Lösung: Erscheine konsequent. Selbst ein „mittelmäßiges" Training ist besser als gar keines. Die Trainings-Erinnerungen von RepCount helfen dabei, die Konsequenz aufrechtzuerhalten.
Trainingseinheiten nicht tracken
Wer nicht trackt, rät. Raten führt dazu, dieselben Gewichte endlos zu wiederholen.
Lösung: Nutze RepCount, um jedes Training zu loggen. Die App übernimmt alle Berechnungen und zeigt dir genau, was du in der nächsten Einheit tun musst.
Beispielprogramm für Progressive Überlastung
Hier ist ein 4-Wochen-Steigerungsbeispiel für das Bankdrücken:
Woche 1:
- 85 kg × 8, 8, 8 (3 Sätze, 24 Wdh. gesamt, 2.040 kg Volumen)
Woche 2:
- 85 kg × 9, 9, 8 (3 Sätze, 26 Wdh. gesamt, 2.210 kg Volumen)
Woche 3:
- 85 kg × 10, 9, 9 (3 Sätze, 28 Wdh. gesamt, 2.380 kg Volumen)
Woche 4:
- 87,5 kg × 8, 8, 8 (3 Sätze, 24 Wdh. gesamt, 2.100 kg Volumen)
Beachte, wie wir die Wdh. erhöhten, bevor wir das Gewicht steigerten. Sobald wir unser Wdh.-Ziel konsequent erreicht hatten, haben wir das Gewicht erhöht und den Zyklus neu begonnen.
Wichtigste Erkenntnisse
- Progressive Überlastung ist unverzichtbar für Kraft- und Muskelzuwachs
- Es gibt mehrere Methoden: Gewicht, Wdh., Sätze, Trainingsfrequenz und Ausführungsqualität
- Tracking ist essenziell: Nutze RepCount, um den Fortschritt zu überwachen und zu wissen, wann du steigern sollst
- Geduld zahlt sich aus: Der Fortschritt verlangsamt sich mit zunehmendem Niveau, aber Konsequenz zahlt sich immer aus
- Regeneration ist wichtig: Ohne ausreichend Erholung und Ernährung ist Progressive Überlastung nicht möglich
Bereit, Progressive Überlastung systematisch umzusetzen? Lade RepCount herunter und verpasse nie wieder eine Steigerungsmöglichkeit. Tracke jede Wiederholung, analysiere deinen Fortschritt und beobachte, wie deine Kraft in die Höhe schießt.