Reverse Crunch

Auch bekannt als Reverse Crunches, umgekehrter Crunch, Becken-Curl.

Was ist ein Reverse Crunch?

Ein Reverse Crunch ist eine Bodenübung, bei der du das Becken zum Brustkorb einrollst und die Hüften ein kurzes Stück anhebst, während die Knie gebeugt bleiben. Er trainiert den geraden Bauchmuskel, unterstützt von den äußeren schrägen Bauchmuskeln. Das Einrollen des Beckens, nicht nur die Beinbewegung, definiert die Wiederholung.

Seitliche Illustration eines Mannes in zwei Bildern: Er liegt mit gebeugten Knien auf dem Rücken und rollt dann das Becken ein, sodass sich die Hüften heben und die Knie zur Brust bewegen. Die Bauchwand ist hervorgehoben.

Wie macht man Reverse Crunches?

Ausgangsposition

  1. Leg dich auf den Rücken, die Arme neben dem Körper, und lass Kopf und Schultern bequem aufliegen.
  2. Bring Hüften und Knie ungefähr in rechte Winkel und lass das Becken dann auf dem Boden ruhen.

Ausführung

  1. Spann den Rumpf an und roll das Becken zum Brustkorb, bis sich die Hüften ein kurzes Stück heben.
  2. Halte kurz, ohne die Knie zu werfen, und senk das Becken langsam zurück auf den Boden.
  3. Stell vor der nächsten Wiederholung dieselbe Position mit gebeugten Knien wieder her.

Häufige Fehler

  • Mit den Knien Schwung holen

    Ein schneller Beinschwung kann die Hüften ohne kontrolliertes Einrollen der Bauchmuskeln heben. Beginne langsamer und verkürze den Bewegungsumfang.

  • Nur in den Hüften bewegen

    Wenn sich das Becken weder einrollt noch vom Boden hebt, ist die Wiederholung eine Beinbewegung mit gebeugten Knien statt eines Reverse Crunches.

  • Auf den Nacken rollen

    Die Hebung muss nur klein sein. Stoppe, solange oberer Rücken und Schultern bequem gestützt bleiben.

Wo die Übung ins Training passt

Zusammen mit anderen Rumpfübungen oder gegen Ende einer Einheit.

Wähle einen Bewegungsumfang, den du ohne Beinschwung kontrollierst. Erhöhe erst die Wiederholungen oder senke langsamer ab, bevor du weiter einrollst.

Trainierte Muskeln

Vorderseite
Vorderseite — Vereinfachte Oberflächenansicht. Manche Muskeln sind nur teilweise oder nicht dargestellt.
Rückseite
Rückseite — Vereinfachte Oberflächenansicht. Manche Muskeln sind nur teilweise oder nicht dargestellt.

Primär

Sekundär

Vereinfachte Oberflächenansicht. Manche Muskeln sind nur teilweise oder nicht dargestellt.

Entscheidend ist das kontrollierte Einrollen des Beckens, nicht ein Schwung der Beine. Der gerade Bauchmuskel beugt den Rumpf, während die schrägen Bauchmuskeln unterstützen und das Becken stabilisieren.

Varianten

  • Reverse Crunch auf einer BankNutzt die Bankkanten als Handstütze und behält das Einrollen des Beckens mit gebeugten Knien bei.
  • Zwei nebeneinander angeordnete Bilder einer anatomischen Figur in Rückenlage auf weißem Hintergrund, ohne Geräte. Links liegen die gestreckten, geschlossenen Beine am Boden und die Arme seitlich am Körper. Rechts hat dieselbe Figur beide gestreckten Beine gemeinsam etwa 30 Grad über den Boden gehoben, deutlich vor der Senkrechten; die Hände liegen neben den Hüften flach auf. In beiden Bildern ist die Bauchwand vorn und seitlich am Rumpf rot markiert, die Hüftbeuger an der Vorderseite der Hüfte dagegen nicht.
    BeinhebenHält das Becken ruhiger, während sich die Beine in einem größeren Bogen bewegen.

Häufig gestellte Fragen

Ist ein Reverse Crunch dasselbe wie Beinheben?

Nein. Ein Reverse Crunch wird durch das Einrollen und Anheben des Beckens bei gebeugten Knien definiert. Beim Beinheben bewegen sich die Beine in einem größeren Bogen, während das Becken ruhiger bleibt.

Sollen die Hüften den Boden verlassen?

Ja, aber nur ein kleines, kontrolliertes Stück. Ziel ist das Einrollen des Beckens, nicht das Rollen auf oberen Rücken oder Nacken.

Isolieren Reverse Crunches die unteren Bauchmuskeln?

Nein. Der gerade Bauchmuskel ist ein zusammenhängender Muskel. Reverse Crunches können ihn trainieren, ohne einen getrennten unteren Bauchmuskel zu erzeugen, den man isolieren könnte.

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